Druckerspeicher aufrüsten – Laserdrucker

Drucker im Büro sollen nicht nur mit qualitativ guten und kostengünstigen Druckergebnissen überzeugen, mindestens genauso wichtig ist es, dass sie reibungslos und effektiv arbeiten. Entscheidend für die Leistung eines Druckers ist unter anderem der interne Druckerspeicher.

Insbesondere bei größeren Druckaufträgen mit einer großen Anzahl an Seiten oder bei Netzwerk Druckern mit hohem Druckvolumen ist neben dem richtigen Toner und Druckerzubehör genügend Arbeitsspeicher ein wichtiger Faktor für eine leistungsstarke Druckperformance. Ein zu kleiner Druckerspeicher legt Ihren Drucker samt PC regelrecht lahm, Seiten werden oftmals fehlerhaft ausgedruckt oder der Druckvorgang mit einer Fehlermeldung abgebrochen.

204-Pin DDR3 Druckerspeicher

Wie viel Druckerspeicher?

Beim Laserdrucker muss eine Seite vollständig in einem Durchgang gedruckt werden. Hierfür benötigt der Drucker das gesamte Abbild der Seite (Job-Datei ) im Speicher. Der Druckertreibers sendet die notwendigen Informationen wie den Ausgabetext samt Formatierungsanweisungen oder Grafiken getrennt an den Drucker. Die Daten werden dort mit Hilfe des Raster Image Prozessor umgerechnet und wiederum druckfertig ausgeben. Erst jetzt kann der eigentliche Ausdruck statt finden.

Für eine reine Textseite A4 werden beispielsweise im Monochrom-Druck mit 300Dpi Auflösung ca. 1MB, bei 600Dpi mindestens 4MB Druckerspeicher benötigt.

Für Laserdrucker im privaten Bereich oder kleineren Büros sollten 128MB Speicher ausreichend sein. Greifen mehrere Benutzer auf einen Drucker zu, sollte das Gerät mit mindestens 256MB besser 512MB RAM ausgerüstet sein. Bei Grafik intensiven Dateien (Flyer und Broschüren) ist ein Arbeitsspeicher mit mindestens 1Gigabyte Größe zu empfehlen.

Druckerspeicher und Laserdrucker

Arbeitsspeicher aufrüsten

Bei den meisten Laserdruckern lässt sich der ab Werk vorhandene Arbeitsspeicher aufrüsten. Es kommen je nach Druckermodell unterschiedliche SDRAMs und Speicherkonfigurationen zum Einsatz. Informieren Sie sich im Vorfeld der Speicheraufrüstung über Ihren verbauten Druckerspeicher und die möglichen Speicherkonfigurationen. Notwendige Informationen hierfür finden Sie  in Ihrem Handbuch oder auf der Hersteller-Website.

Wichtige Details für das Speicherupgrade sind:

  • Wie viel Speicher ist momentan in Ihrem Drucker verbaut
  • Welche Speicherbauart ist mit Ihrem Drucker kompatibel
  • Anzahl und Belegung der Speichersteckplätze
  • Wie viel Arbeitsspeicher ist maximal möglich.

In unserer Datenbank finden Sie die für die unterschiedlichen Druckermodelle alle notwendigen Konfigurationsmöglichkeiten. Haben Sie Fragen oder sollte Ihr Druckermodel bei uns nicht gelistet sein. Fragen Sie uns. Wir helfen gerne.

32-Bit Switch. Mehr Arbeitsspeicher für Ihre Anwendungen.

Mit einem 32-Bit  Windows Betriebssystem stehen für Anwendungen und Programme maximal 2GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Der Rest des Speichers ist für den Kernel und das Betriebssystem reserviert. Mit dem 32-Bit Switch können Sie die Einstellungen ändern, so dass maximal 3GB für Ihre Software zur Verfügung stehen.

Nicht mehr als 4 GB ist der maximal adressierbare Speicherbereich der mit 32-Bit langen Adressen verwendet werden kann.  Zieht man die schon im Vorfeld  in den Arbeitsspeicher geladenen Treiber für Erweiterungshardware (USB-Schnittstellen, Grafikkarten, etc.) ab, werden vom Betriebssystem nur noch circa 3,5 Gigabyte freier Speicher erkannt.

Zusätzlicher RAM wird direkt vom Betriebssystem beansprucht. Der maximal nutzbare Speicher für Software und Anwendungen wird vom Betriebssystem zudem noch limitiert. So ist bei einem 32-Bit Windows System der Speicher für ausführbare Programme auf nur 2GB begrenzt. In der Folge sind Speicher intensive Anwendungen, wie Bildbearbeitung oder Videoschnitt, wenn überhaupt, nur noch ausgebremst und mit gedrosselter Leistung möglich.

Mit einem Trick lassen sich bei einem 32-Bit Windows Betriebssystem die für Ihre Programme maximal reservierten 2GB auf 3GB Arbeitsspeicher erweitern.

3GB Switch unter Windows XP aktivieren:
Unter Windows XP muss hierfür die Systemdatei „boot.ini“ angepasst werden. Die Datei liegt im Stammverzeichnis auf der Festplattenpartition Ihres Betriebssystems. Finden Sie die Datei nicht, müssen Sie eventuell die Option „versteckte Dateien anzeigen“ freischalten. Machen Sie unbedingt eine Sicherungskopie der Datei. Heben Sie den Schreibschutz der Datei auf und öffnen Sie die Datei mit einem Texteditor. Fügen Sie direkt an das Ende der Datei “ /3GB /Userva=2900 “ und speichern Sie die Datei ab und starten Sie Ihren Computer neu. Ich empfehle Ihnen hierzu folgende Microsoft Artikel:
Speicherbereich für den Benutzermodus auf einen Wert zwischen 2 GB und 3 GB festlegen und Bearbeiten der Datei Boot.ini in Windows XP.

3GB Switch unter Windows Vista oder Windows 7 zu aktivieren:
Öffnen Sie unter „Start“ -> „alle Programme“ -> „Zubehör“ die „Eingabeaufforderung“ mit der rechten Maustaste im Context mit  „Als Administrator ausführen“. Geben Sie jetzt den Befehl „bcdedit / set IncreaseUserVa 3072“ ein. Um den 3GB Switch zu aktivieren starten Sie den Computer neu.

Mit dem Befehl „bcdedit / deletevalue IncreaseUserVa“ können Sie den 3GB Switch wieder rückgängig machen.

Die beste Lösung: Umstieg auf ein 64-Bit System
Mit dem 3GB Switch lassen sich  letzten Speicher Ressourcen eines  32-Bit Systems  freischaufeln. Vielmehr Arbeitsspeicher dagegen bietet der Umstieg auf ein 64-Bit Betriebssystem. Die notwendigen Hardware Voraussetzungen, einen 64-Bit-Prozessor samt dem dazugehörigen Chipsatz erfüllen oftmals auch schon ältere PC’s. Mehr zum Umstieg auf ein 64-Bit Betriebssystem lesen Sie hier.

Serverspeicher aufrüsten

Es muss nicht immer gleich ein neuer Server sein. Oftmals genügt schon eine Aufrüstung wichtiger Serverkomponenten, wie Festplatte oder Arbeitsspeicher um den Server wieder leistungsfähiger zu machen. Im Gegensatz zu einer Neuanschaffung ist diese Möglichkeit wesentlich kostengünstiger.

Ein zu kleiner Arbeitsspeicher bremst Ihren Server aus

ECC-DIMM

Der Arbeitsspeicher wird auch als RAM oder Hauptspeicher bezeichnet. In ihn werden alle Daten geladen, auf die der/die Prozessoren ihres Systems Zugriff benötigen. Im Gegensatz zum Festplattenspeicher zeichnet der Arbeitsspeicher sich durch immens schnelle Zugriffszeiten auf die Daten ( Lesen und Schreiben ) aus. Wird der Hauptspeicher zu klein, werden Dateien aus dem Arbeitsspeicher auf die deutlich langsamere Festplatte ausgelagert. Dadurch kommt es zu ungewollten Verzögerungen bei der Abarbeitung von Anfragen an Ihren Server. Was sich wiederum negativ auf die Arbeitsabläufe Ihrer Mitarbeiter oder die Performance Ihres Onlineshops, bzw. Ihrer Homepage auswirkt.

Somit kann eine Aufrüstung des Arbeitsspeichers durchaus sinnvoll sein. Mit mehr Arbeitsspeicher sollte der Server auch bei hoher Auslastung wieder schneller und leistungsfähiger reagieren.

Welcher RAM passt in das System

Die Aufrüstung mit mehr Arbeitsspeicher ist bei Servern wesentlich komplizierter als zum Beispiel bei Notebooks und Desktops. Der Hauptspeicher eines Servers kann oftmals mit unterschiedlichen RAM Bausteinen konfiguriert werden, die zueinander aber nicht immer kompatibel sind. So wird ein gleichzeitiger Einsatz von ECC und non-ECC Modulen scheitern, auch wenn diese Module einzeln, als für Ihr System passend beschrieben werden.

Oftmals müssen bei Servern die Speicherbänke nicht nur mit baugleichen, sondern auch mit Speichermodulen gleicher Größe oder mit fest vorgeschriebenen Speichersätzen bestückt werden. Der maximale Arbeitsspeicher des Servers ist zudem meistens von der Technologie der verwendeten Speichermodule abhängig. So kann mit ECC registered in der Regel mehr Arbeitsspeicher als mit unbuffered Modulen erreicht werden.

Wollen Sie den schon vorhandenen Serverspeicher aufrüsten, spielt also die Speichertechnologie und die Belegung, der schon bestückten Speichersteckplätze eine wichtige Rolle. Im Idealfall finden Sie eine Beschreibung Ihrer momentanen Arbeitsspeicher Konfiguration in Ihrem Handbuch oder in der Konfigurations-Info Ihrer Serversoftware, aber auch auf den einzelnen Arbeitsspeicher Modulen selbst. Diese sind entsprechend Ihrer Klassifikation beschriftet.

Wesentlich einfacher ist es, den Server mit völlig neuen Speichermodulen zu bestücken. Sie können so Ihre gewünschte Speicherkonfiguration entsprechend der Serverspeicher Optionen frei auswählen.

Planung Arbeitsspeicher Serverupgrade

Entscheidend für eine erfolgreiche Aufrüstung Ihres Servers ist nicht nur wie viel Speicher momentan benötigt wird, sondern auch wie weit skalierbar Ihr Arbeitsspeicher bzgl. der Größe sein sollte und welche Umsetzungsmöglichkeiten Ihr Server Ihnen hierfür bietet. Es kann durchaus sinnvoll sein, den schon installierten Speicher zu entfernen, wenn mit einer anderen Speicherbauart (LRDIMM oder ECC registered) mehr Speicherkapazität erzielt werden kann. Ist Ihr Server nahezu pausenlos im Einsatz, gibt es bei DDR3 RAM eventuell auch die Möglichkeit LowVoltage Speichermodule einzusetzen, um die anfallenden Energiekosten effizienter zu gestalten.

Sind Sie sich unsicher, wie Sie Ihren Server Arbeitsspeicher erweitern sollen? Fragen Sie uns. Wir helfen gerne. Wir finden für Ihr Serverupgrade sicher eine optimale und kostengünstige Lösung.