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Speicherdiagnose mit Windows 10, Arbeitsspeicher

14 Millionen Windows 10 Installationen erfolgten bereits am ersten Tag der Veröffentlichung des neuen Betriebssystems von Microsoft. Dabei seien laut Microsoft längst noch nicht alle vorbestellten Updates angestoßen. Letztendlich rechnet der Konzern aus Redmond mit einer Milliarde Neuinstallationen.  Wie man das Speicherdiagnose Tool von Windows 10 aufruft lesen Sie hier.

Wie Sie unter Windows 7 oder Windows Vista Funktionalität Ihres Arbeitsspeichers mit Bordmitteln testen habe ich schon im meinem Blogbeitrag  „Windows 7 und Vista – Arbeitsspeicherdiagnosetool“ beschrieben. Unter Windows 10 existiert das Speicherdiagnose Tool ebenfalls.

Speicherdiagnose Tool unter Windows 10 aufrufen

1. Speicherdiagnose Tool über die Suchmaske aufrufen
Egal ob Sie den Microsoft Assistenten Cortona benutzen oder auch nicht, der schnellste Weg das Tool aufzurufen geht über die Suchmaske in der Taskleiste, direkt neben dem Windows Button. Tippen Sie hier  „Speicherdiagnose“ ein und klicken Sie anschließend auf „Windows-Speicherdiagnose„.

Speicherdiagnose unter Windows 10 aufrufen

Mit dem Cortana-Sprachassistenten und der Spracheingabe „Speicherdiagnose“ wurde ich allerdings auf die Bing Suchmaschine im Web und nicht direkt zum Tool weitergeleitet. Doch Windows 10 ist noch neu und wird sicherlich noch verfeinert.

2. Speicherdiagnose über die Systemsteuerung aufrufen
Klickt man bei Windows 10 mit der „rechten Maustaste“ auf den Windows Startbutton ganz links in der Taskleiste, so öffnet sich ein graues Kontext Menü von dem Sie direkt in die Klassische Systemsteuerung navigieren können. In der Systemsteuerung finden Sie oben rechts ein kleines Suchfeld. Geben Sie in das Suchfeld diesesmal das Wort „Arbeitsspeicher“ ein und klicken Sie dann in den angezeigten Ergebnissen unter „Verwaltung“ auf „Arbeitsspeicherprobleme des Computers diagnostizieren

Speicherdiagnose über Systemsteuerung

Windows-Arbeitsspeicherdiagnose ausführen

Computer auf Speicherprobleme überprüfen
Es öffnet sich jetzt ein Popup von dem Sie das Speicherdiagnose Tool starten können. Dabei haben die Option das Tool gleich oder beim nächsten Start des Computers auszuführen. Wollen Sie es gleich ausführen, sichern Sie Ihre geöffneten Dateien, da das System hierfür neu gestartet werden muss.

Arbeitsspeicherdiagnose starten

Die Speicherdiagnose wird nicht innerhalb des Betriebssystems, sondern direkt  vor dem Hochfahren des Betriebssystems ausgeführt.

Das Speicherdiagnosetool wird ausgeführt

Mit der F1 Taste können Sie die Intensität des Tests bestimmen.

  • Die auszuführende Testzusammenstellung: Minimal, Standard oder Erweitert.
  • Cache, die gewünschte Cacheeinstellung – Standard, Aktiv oder Inaktiv.
  • Durchlaufanzahl. Geben Sie ein, wie oft der Test wiederholt werden soll.

Die Optionen sind im Tool genauer beschrieben. Microsoft empfiehlt das Speicherdiagnosetool sich automatisch ausführen zu lassen und nur fortgeschrittenen Benutzern die Einstellungen des Tools anzupassen. Mit der F10 Tastatur Taste fahren Sie mit der Speicherdiagnose fort. Lehnen Sie sich zurück, der Test kann einige Minuten dauern. Ist der Arbeitsspeicher Test beendet wird das Betriebssystem gestartet.

Speicherdiagnosetool Ergebnis

Direkt nach dessen Start popt ein kleines Fenster mit dem Ergebnissen des Speichertests auf dem Desktop auf. Hat der Test einen fehlerhaften Arbeitsspeicher entdeckt, führt Sie Windows durch die Problemlösung. Ein defektes Arbeitsspeicher Modul sollten Sie auf jeden Fall austauschen um die Stabilität Ihres Systems zu gewährleisten. Arbeitsspeicher passend zu den Modellen der einzelnen Computerhersteller finden Sie in unserem Speichershop.

Memtest86 – Stresstest für Ihren Arbeitsspeicher

Hat man kein Speicherdiagnosetool an Board kann man seinen Arbeitsspeicher mit Memtest86 auf Fehler testen. Das Testprogramm funktioniert unabhängig vom Betriebssystem, da der Rechner mit dem Tool gebootet wird.

Speicherdiagnose mit Memtest

Wenn der Computer ohne plötzliche Ursache abstürzt oder gar nicht mehr starten lässt,  ist  fehlerhafter Arbeitsspeicher eine häufige Ursache hierfür. Das Programm Memtest86 (aktuelle Version 4.0) unterzieht den Arbeitsspeicher eine Art Stresstest und findet so eventuell fehlerhafte Bereiche im Speicher. Im Vergleich zu den Speicherdiagnosetools an Board (wie z.B bei Windows 7 oder Vista) ist dieses Programm wesentlich gründlicher und findet weit mehr Fehler, allerdings ist es auch Zeit aufwendiger. Das Programm wird nicht aus dem Betriebssystem heraus gestartet, sondern der betreffende Rechner wird mit Memtest86 gebootet und der Speicherdiagnose unterzogen. Damit alles auch richtig funktioniert, muss zuerst einmal ein bootfähiger Datenträger mit Memtest86 erstellt werden.

Bootfähigen Datenträger mit Memtest86 erstellen
Je nach Rechner Modell und Bios Version haben Sie die Möglichkeit Ihren Computer mit Memtest86 per CD oder USB zu booten. Die kostenlosen Downloads finden Sie direkt unter  http://www.memtest.org/#downiso

  1. Bootfähiger USB-Stick
    Laden Sie sich den Auto-Installer for USB-Key von der Memtest86 Downloadseite. Stecken Sie einen USB-Stick an Ihren Rechner. Vorsicht! Alle Daten auf dem Speicherträger werden gelöscht. Entpacken Sie die Zip – Datei und klicken Sie auf die enthaltene Datei. Stimmen Sie den Lizenzbestimmungen zu. Wählen Sie die Laufwerkbezeichnung, die Ihrem USB Stick zugeordnet ist. Drücken Sie den Button „Create“ und ein mit Memtest86 bootfähiger USB Stick wird geschrieben.
    bootfähigen USB Stick mit memtest86 erstellen
  2. Bootfähige CD
    Laden Sie eine Bootable ISO Datei von der Memtest86 Downloadseite (Wahlweise als Zip bzw. Gzip). Entpacken Sie die Datei. Aus der entpackten ISO Datei kann eine bootfähige CD erstellt werden. Hierfür wird eine spezielle Brennsoftware benötigt. Ab Windows Vista ist die Funktion „ISO-Image brennen“ an Board. Ansonsten können Sie die Datei auch mit einer Brennsoftware wie UltraISO (Trial Version) brennen. Legen Sie einen CD Rohling ein und  klicken Sie den Pfad zur ISO – Datei an. Die bootfäige CD wird geschrieben.
    Speicherdiagnose Tool auf bootfähige CD brennen

Ändern der Bootreihenfolge
Damit Sie jetzt mit Ihrem ausgewählten Speichermedium Ihren Rechner booten können, müssen Sie in den Bios Einstellungen unter „Advanced BIOS Features“ die Bootreihenfolge entsprechend ändern. Bei den meisten Rechner gelangen Sie in die Bioseinstellungen  durch Drücken der Taste [Entf] oder [F2] oder [F12] direkt nach dem Einschalten Ihres Computers. Bei vielen Mainboard kommen Sie mit dem Drücken der  [F8] Taste direkt in ein Bootauswahlmenu.

Ändern Sie die Bootreihenfolge Ihrem gewählten Datenträger entsprechend

Memtest86 ausführen
Wenn Sie im USB Modus booten, müssen Sie bei einer eventuell erscheinenden Eingabeaufforderung „mt420“ eingeben und mit der [Enter] -Taste bestätigen. 420 steht für die jeweilige Versionsnummer, hier 4.20. Die CD sollte auf jeden Fall automatisch starten.  Am spartanischen Bildschirm Design ist Memtest86 sofort zu erkennen. Der Speichertest beginnt automatisch, es werden Werte in die jeweiligen Speicheradressen ein – und ausgelesen und miteinander abgeglichen. Es werden dabei jeweils 8 Testläufe durch geführt. Wieweit der Speichertest fortgeschritten ist lässt sich rechts oben unter dem Wert „Pass“ erkennen. Mit der Taste [ESC] kann der Speichertest jederzeit abgebrochen werden. Mit der [c] Taste können Sie die Standard Konfigurationseinstellungen anpassen oder den Test neu starten. Ob und wie viele Fehler aufgetreten sind, erfahren Sie in der Test Tabelle unter den Spalten „Errors“ und „ECC Errs“. Steht dort auch nach mehreren Durchgängen eine Null, ist der Arbeitsspeicher in Ordnung. Erkennt Memtest86 einen Fehler wird die Tabellenzeile rot markiert. Um die Fehlersuche im Vorfeld einzuschränken wird empfohlen, die Speichermodule auf dem Mainboard einzeln durchzutesten. Achtung  ein Test kann mehrere Stunden andauern.

Speicherdiagnose Bildschirm

Will man zukünftige Computer Abstürze vermeiden, ist bei nur einem Fehler schon ein Einschreiten erforderlich. Dabei muss nicht immer das Speichermodul physikalisch defekt sein, manchmal liegt ein Fehler auch an nachträglich veränderten BIOS Einstellungen (Werte auf „Default) oder bei älteren Computern nach einem erfolgtem Speicherupgrade an einer veralteten BIOS Version.

Windows 7 und Vista – Arbeitsspeicherdiagnosetool

Plötzliche Computerausfälle ohne einen besonderen Grund können verschiedene Ursachen haben, eine Möglichkeit ist dabei ein defekter Arbeitsspeicher. Windows 7 und Windows Vista haben ein eigenes Speicherdiagnose Tool on Board.

Die Fehleranalyse eines Rechners ist nicht immer leicht und beansprucht meistens viel Zeit. Unter Windows 7 und Windows Vista lässt sich die Funktionalität Ihres Arbeitsspeichers in wenigen Minuten testen. Geben Sie unter Start in der Eingabeaufforderung „Speicher“ ein und klicken Sie auf „Speicherdiagnosetool“.

Windows Speicherdiagnosetool Starten

Sie können jetzt auswählen, ob Sie Ihren Rechner sofort neu starten oder das Diagnose Tool beim nächsten Neustart ausführen möchten. Treffen Sie Ihre gewünschte Auswahl. Startet der Computer jetzt neu, so wird im Vorfeld  das Speicherdiagnose Tool automatisch gestartet.

Windows Speicherdiagnosetool Optionen

Fortgeschrittene Benutzer können mit dem Drücken der F1 Taste die Standard Einstellungen des Tools im Bezug auf die Testzusammenstellung, Cache Optionen und die Durchlaufanzahl anpassen.

Windows Speicherdiagnose

Mit der F10 Taste fahren Sie mit der Speicherdiagnose fort. Windows überprüft jetzt, ob Speicherprobleme vorhanden sind. Der Test kann einige Minuten dauern.

Windows Speicherdiagnose Tool Ergebnis

Nach dem Neustart Ihres Computers erfolgt eine automatische Auswertung Betreff der Funktionalität Ihres Arbeitsspeichers. Sind Fehler gefunden worden, befolgen Sie die Schritte des Assistenten.

Speicherdiagnose mit Windows 10, Arbeitsspeicher